Header

Suche

Ringvorlesung VFFL

Call for Lectures HS 2026 Transdisziplinäre Ringvorlesung "Wahrheit und Lüge"

RVL2026_Wahrheit_und_Luege_CfL (PDF, 45 KB)

Deadline 19. Dezember 2025

Interessebekundung an michelle.dreiding@uzh.ch (Ansprechperson für die Ringvorle-
sung)

Bitte reichen Sie mit Ihrer Anmeldung auch den Titel Ihres Vortrages via E-Mail ein. Ein Abstract (1/2 Seite oder 1200 Zeichen mit Leerzeichen) kann in den nächsten Monaten nachgereicht werden.

Termine Ringvorlesung:

16.09.26 bis 16.12.26 (wöchentlich), Mittwoch, jeweils 18.15-19.45 Uhr, UZH Hauptgebäude

Wahrheit ist das Leitmotiv jeder Wissenschaft. Wissenschaftliche Forschung zielt auf die Entdeckung und Erkenntnis der Wahrheit ab, die oft verborgen liegt und die uns unbekannt ist. Daher läuft, wer die Wahrheit sucht, stets Gefahr, sein Ziel zu verfehlen, der Täuschung zu erliegen und Unwahres für wahr zu halten und als Wahrheit zu bezeichnen. Wer dies unwissentlich tut, irrt, wer es hingegen wider besseres Wissen tut, lügt. Lügen ist moralisch verwerflich und in allen Gesellschaften, Kulturen und Religionen geächtet – und dennoch eine verbreitete Praxis. Deshalb gewinnt gerade in Zeiten, in denen Begriffe wie «Fake» und «Deepfake» allgegenwärtig sind und vielerorts «alternative Fakten» geltend gemacht werden, die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge neue Dringlichkeit.

Aber was ist Wahrheit? Pilatus stellte diese Frage, als er Jesus verhörte, doch verliess er das Prätorium, ohne seine Antwort abzuwarten. Nietzsche, der die gleiche Frage formulierte, scheint in seiner Antwort zu bestreiten, dass es überhaupt so etwas wie Wahrheit gibt. Er nennt sie vielmehr ein «bewegliches Heer von Metaphern»; Wahrheiten seien «Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind». Für ihn scheinen die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge zu verschwimmen. «Die ‹scheinbare› Welt, so Nietzsche, ist die einzige: die ‹wahre Welt› ist nur hinzugelogen …» Muss daher jeglicher Wahrheitsanspruch aufgegeben werden? Ist das Verhalten des Pilatus insofern eine Antizipation der Skepsis Nietzsches? Oder sollte sich die Wissenschaft, die der Wahrheit verpflichtet ist, vielleicht die Kunst zum Vorbild nehmen und sich, so Adorno, «von der Lüge, Wahrheit zu sein», befreien? Sollte die Wissenschaft daher darauf abzielen, Lügen aufzudecken, auch und vor allem die Lüge des Wahrheitsanspruchs. Wissenschaft hätte demzufolge einen primär kritischen Auftrag.

Forschende und Lehrende aus allen Disziplinen sind dazu eingeladen, Fragen zu Wahrheit und Lüge aus der Perspektive ihres Fachs zu diskutieren. Die Vorlesungen können auch in englischer Sprache gehalten werden.

Die fortgeschrittenen Forschenden und Lehrenden veranstalten im Herbstsemester an der UZH jeweils eine Ringvorlesung zu alternierenden Themen mit Aktualitätsbezug. Das Format wurde 2018 von der Vereinigung der Privatdozentinnen und Privatdozenten, Titularprofessorinnen undTitularprofessoren der Universität Zürich (PDV) übernommen. Eine Auflistung derRingvorlesungen der PDV finden Sie hier:

 

https://www.hope.uzh.ch/conexus/article/view/conexus.2018.01.003/1684

 

Verantwortlich für die Organisation der Vorlesung und die Publikation der Vorträge ist eine Kommission, der Personen aus unterschiedlichen Fakultäten angehören. Falls Sie Interesse haben, an einer geplanten Ringvorlesung teilzunehmen, wenden Sie sich bitte an Michelle Dreiding oder Sabine Hoidn
 

Präsidium:

Prof. Dr. Sabine Hoidn, PhF

Dr. Michelle Dreiding, PhF

 

Kommission Ringvorlesung VFFL:

PD Dr. Beate Beer, PhF

Dr. Jeannette Behringer, WWF

Prof. Dr. Elham Manea, PhF

Prof. Dr. Matthias Neugebauer, ThF

Prof. Dr. Wolfgang Rother, PhF

Dr. Friederike Vinzenz, PhF

Prof. Dr. Marc Winter, PhF
 

Kontakt: Michelle Dreiding oder Sabine Hoidn

 

conexus

 

Call for Lectures HS 2026 Transdisziplinäre Ringvorlesung "Wahrheit und Lüge"

RVL2026_Wahrheit_und_Luege_CfL (PDF, 45 KB)

Deadline 19. Dezember 2025

Interessebekundung an michelle.dreiding@uzh.ch (Ansprechperson für die Ringvorle-
sung)

Bitte reichen Sie mit Ihrer Anmeldung auch den Titel Ihres Vortrages via E-Mail ein. Ein Abstract (1/2 Seite oder 1200 Zeichen mit Leerzeichen) kann in den nächsten Monaten nachgereicht werden.

Termine Ringvorlesung:

16.09.26 bis 16.12.26 (wöchentlich), Mittwoch, jeweils 18.15-19.45 Uhr, UZH Hauptgebäude

Wahrheit ist das Leitmotiv jeder Wissenschaft. Wissenschaftliche Forschung zielt auf die Entdeckung und Erkenntnis der Wahrheit ab, die oft verborgen liegt und die uns unbekannt ist. Daher läuft, wer die Wahrheit sucht, stets Gefahr, sein Ziel zu verfehlen, der Täuschung zu erliegen und Unwahres für wahr zu halten und als Wahrheit zu bezeichnen. Wer dies unwissentlich tut, irrt, wer es hingegen wider besseres Wissen tut, lügt. Lügen ist moralisch verwerflich und in allen Gesellschaften, Kulturen und Religionen geächtet – und dennoch eine verbreitete Praxis. Deshalb gewinnt gerade in Zeiten, in denen Begriffe wie «Fake» und «Deepfake» allgegenwärtig sind und vielerorts «alternative Fakten» geltend gemacht werden, die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge neue Dringlichkeit.

Aber was ist Wahrheit? Pilatus stellte diese Frage, als er Jesus verhörte, doch verliess er das Prätorium, ohne seine Antwort abzuwarten. Nietzsche, der die gleiche Frage formulierte, scheint in seiner Antwort zu bestreiten, dass es überhaupt so etwas wie Wahrheit gibt. Er nennt sie vielmehr ein «bewegliches Heer von Metaphern»; Wahrheiten seien «Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind». Für ihn scheinen die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge zu verschwimmen. «Die ‹scheinbare› Welt, so Nietzsche, ist die einzige: die ‹wahre Welt› ist nur hinzugelogen …» Muss daher jeglicher Wahrheitsanspruch aufgegeben werden? Ist das Verhalten des Pilatus insofern eine Antizipation der Skepsis Nietzsches? Oder sollte sich die Wissenschaft, die der Wahrheit verpflichtet ist, vielleicht die Kunst zum Vorbild nehmen und sich, so Adorno, «von der Lüge, Wahrheit zu sein», befreien? Sollte die Wissenschaft daher darauf abzielen, Lügen aufzudecken, auch und vor allem die Lüge des Wahrheits-
anspruchs. Wissenschaft hätte demzufolge einen primär kritischen Auftrag.

Forschende und Lehrende aus allen Disziplinen sind dazu eingeladen, Fragen zu Wahrheit
und Lüge aus der Perspektive ihres Fachs zu diskutieren. Die Vorlesungen können auch in
englischer Sprache gehalten werden.

Call for Lectures HS 2026 Transdisziplinäre Ringvorlesung "Wahrheit und Lüge"

RVL2026_Wahrheit_und_Luege_CfL (PDF, 45 KB)

Deadline 19. Dezember 2025

Interessebekundung an michelle.dreiding@uzh.ch (Ansprechperson für die Ringvorle-
sung)

Bitte reichen Sie mit Ihrer Anmeldung auch den Titel Ihres Vortrages via E-Mail ein. Ein Abstract (1/2 Seite oder 1200 Zeichen mit Leerzeichen) kann in den nächsten Monaten nachgereicht werden.

Termine Ringvorlesung:

16.09.26 bis 16.12.26 (wöchentlich), Mittwoch, jeweils 18.15-19.45 Uhr, UZH Hauptgebäude

Wahrheit ist das Leitmotiv jeder Wissenschaft. Wissenschaftliche Forschung zielt auf die Entdeckung und Erkenntnis der Wahrheit ab, die oft verborgen liegt und die uns unbekannt ist. Daher läuft, wer die Wahrheit sucht, stets Gefahr, sein Ziel zu verfehlen, der Täuschung zu erliegen und Unwahres für wahr zu halten und als Wahrheit zu bezeichnen. Wer dies unwissentlich tut, irrt, wer es hingegen wider besseres Wissen tut, lügt. Lügen ist moralisch verwerflich und in allen Gesellschaften, Kulturen und Religionen geächtet – und dennoch eine verbreitete Praxis. Deshalb gewinnt gerade in Zeiten, in denen Begriffe wie «Fake» und «Deepfake» allgegenwärtig sind und vielerorts «alternative Fakten» geltend gemacht werden, die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge neue Dringlichkeit.

Aber was ist Wahrheit? Pilatus stellte diese Frage, als er Jesus verhörte, doch verliess er das Prätorium, ohne seine Antwort abzuwarten. Nietzsche, der die gleiche Frage formulierte, scheint in seiner Antwort zu bestreiten, dass es überhaupt so etwas wie Wahrheit gibt. Er nennt sie vielmehr ein «bewegliches Heer von Metaphern»; Wahrheiten seien «Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind». Für ihn scheinen die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge zu verschwimmen. «Die ‹scheinbare› Welt, so Nietzsche, ist die einzige: die ‹wahre Welt› ist nur hinzugelogen …» Muss daher jeglicher Wahrheitsanspruch aufgegeben werden? Ist das Verhalten des Pilatus insofern eine Antizipation der Skepsis Nietzsches? Oder sollte sich die Wissenschaft, die der Wahrheit verpflichtet ist, vielleicht die Kunst zum Vorbild nehmen und sich, so Adorno, «von der Lüge, Wahrheit zu sein», befreien? Sollte die Wissenschaft daher darauf abzielen, Lügen aufzudecken, auch und vor allem die Lüge des Wahrheits-
anspruchs. Wissenschaft hätte demzufolge einen primär kritischen Auftrag.

Forschende und Lehrende aus allen Disziplinen sind dazu eingeladen, Fragen zu Wahrheit
und Lüge aus der Perspektive ihres Fachs zu diskutieren. Die Vorlesungen können auch in
englischer Sprache gehalten werden.

Call for Lectures HS 2026 Transdisziplinäre Ringvorlesung "Wahrheit und Lüge"

RVL2026_Wahrheit_und_Luege_CfL (PDF, 45 KB)

Deadline 19. Dezember 2025

Interessebekundung an michelle.dreiding@uzh.ch (Ansprechperson für die Ringvorle-
sung)

Bitte reichen Sie mit Ihrer Anmeldung auch den Titel Ihres Vortrages via E-Mail ein. Ein Abstract (1/2 Seite oder 1200 Zeichen mit Leerzeichen) kann in den nächsten Monaten nachgereicht werden.

Termine Ringvorlesung:

16.09.26 bis 16.12.26 (wöchentlich), Mittwoch, jeweils 18.15-19.45 Uhr, UZH Hauptgebäude

Wahrheit ist das Leitmotiv jeder Wissenschaft. Wissenschaftliche Forschung zielt auf die Entdeckung und Erkenntnis der Wahrheit ab, die oft verborgen liegt und die uns unbekannt ist. Daher läuft, wer die Wahrheit sucht, stets Gefahr, sein Ziel zu verfehlen, der Täuschung zu erliegen und Unwahres für wahr zu halten und als Wahrheit zu bezeichnen. Wer dies unwissentlich tut, irrt, wer es hingegen wider besseres Wissen tut, lügt. Lügen ist moralisch verwerflich und in allen Gesellschaften, Kulturen und Religionen geächtet – und dennoch eine verbreitete Praxis. Deshalb gewinnt gerade in Zeiten, in denen Begriffe wie «Fake» und «Deepfake» allgegenwärtig sind und vielerorts «alternative Fakten» geltend gemacht werden, die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge neue Dringlichkeit.

Aber was ist Wahrheit? Pilatus stellte diese Frage, als er Jesus verhörte, doch verliess er das Prätorium, ohne seine Antwort abzuwarten. Nietzsche, der die gleiche Frage formulierte, scheint in seiner Antwort zu bestreiten, dass es überhaupt so etwas wie Wahrheit gibt. Er nennt sie vielmehr ein «bewegliches Heer von Metaphern»; Wahrheiten seien «Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind». Für ihn scheinen die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge zu verschwimmen. «Die ‹scheinbare› Welt, so Nietzsche, ist die einzige: die ‹wahre Welt› ist nur hinzugelogen …» Muss daher jeglicher Wahrheitsanspruch aufgegeben werden? Ist das Verhalten des Pilatus insofern eine Antizipation der Skepsis Nietzsches? Oder sollte sich die Wissenschaft, die der Wahrheit verpflichtet ist, vielleicht die Kunst zum Vorbild nehmen und sich, so Adorno, «von der Lüge, Wahrheit zu sein», befreien? Sollte die Wissenschaft daher darauf abzielen, Lügen aufzudecken, auch und vor allem die Lüge des Wahrheits-
anspruchs. Wissenschaft hätte demzufolge einen primär kritischen Auftrag.

Forschende und Lehrende aus allen Disziplinen sind dazu eingeladen, Fragen zu Wahrheit
und Lüge aus der Perspektive ihres Fachs zu diskutieren. Die Vorlesungen können auch in
englischer Sprache gehalten werden.

Quicklinks und Sprachwechsel